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Rolle - Persona - Performanz (wie wir darstellen was wir sind)

Suchen wir nicht alle nach dem wahren Kern unseres Selbst? Fahnden wir nach den Spuren unsere Identität in den Familien, aus denen wir kommen? Das Selbst, das Individuum, die Identität? Alles nur Rollen, alles nur Performanz rufen uns die Theoretikerinnen und Theoretiker der Gegenwart entgegen. Mama- oder Papa-Sein, Schwul-Lesbisch-Queer-Trans- oder Hetero-, Künstler-, Revoluzer- oder Opfer-Sein? Wir alle spielen Theater, behauptet der Soziologe Erving Goffman. Unsere Geschlechteridentität sei ein Effekt performativer Akte, meint die Philosophin Judith Butler. Die Persona war im antiken Theater die Maske, die ein Schauspieler zur Darstellung seiner Rolle aufsetzte. Also alles ein Fake? Hören Identitäten auf „echt“ zu sein, wenn sie Muster wiederholen? Verwirklichen Inszenierungen die Welt unwahr?

Wir werden uns bei der Lektüre der Texte zum Thema ein wenig den Kopf verdrehen, um von vielleicht verrückten Positionen aus, eigene Aufzeichnungen ausspucken zu können ...

... und das alles läuft auf eine Inszenierung zum Rundgang Armgartstraße hinaus.

Anmerkung

Die Auftaktveranstaltung mit Reinhard v.d. Thannen und Almut Schneider und Alexander Fahima sowie das Einschreiben finden statt am: 26.09 um 14:00 Uhr in Raum A110 !!

Der Theoriekurs korrespondiert mit den Kursen von Reinhard v.d. Thannen (Kostüm) und Almut Schneider (zeitbezogene Medien) Di. 14:00 Uhr sowie Alexander Fahima (Dramaturgie) Mi. 14 Uhr

Literatur (u.a.):

"Wir alle spielen Theater. Die Selbstdarstellung im Alltag" von Erving Goffman (The presentation of self in everyday life. Doubleday & Company, New York 1959)

"Das Unbehagen der Geschlechter" von Judith Butler (Gender Trouble: Feminism and the Subversion of Identity. Routledge, New York1990)

"Performanz" herausgegeben von Uwe Wirth mit Beiträgen u.a. von Erika Fischer-Lichte und Doris Kolesch, Frankfurt/M 2002