DAS DEPARTMENT DESIGN


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The Art of Being Engaged


Im kommenden Sommer eröffnet die documenta 14. Erkennbar sind dort gesellschaftliche und politische Themen wie Finanzkrise und Griechenland oder Syrienkonflikt. Der Kurator der documenta will Machtverhältnisse hinterfragen und Stimmen von Minderheiten Gehör verschaffen. Auch in Hamburg wird im Juni ein Kunst-und-Kultur-Projekt zum politisch brisanten Thema Müll im öffentlichen Raum eröffnet. Das Projekt sucht nach Auswegen aus dem Schicksal einer drohenden Totalvermüllung: Mit einer Reihe von theoretischen Vorträgen, künstlerischen und designerischen Forschungsarbeiten und praktischen Werkschauen soll der vorhandene Müll als Ressource der ethischen Selbstbesinnung genutzt werden.

Grund genug sich zu fragen, was kulturelle Produzent_innen eigentlich auszulösen oder gar zu lösen in der Lage sind! Können Designerinnen mit ihren Mitteln tatsächlich Minderheiten eine Stimme verschaffen? Wie schaffen es Künstler in ethische Diskussionen einzugreifen? Was zeichnet das gestalterische Engagement aus? Und - welche Geschichte hat dieser Wille zur gesellschaftlichen Einmischung - etwa in der politischen Kunst des 20. Jahrhunderts oder dem Social Design? Das Seminar wird diesen Fragen durch die Lektüre von designtheoretischen, philosophischen und kunstwissenschaftlichen Texten nachgehen und durch die Diskussion von Beispielen aus Design und Kunst.

Anmerkung

Idealweise begleiten Einmischungen in das Müllprojekt in Hamburg und Exkursionen zur documenta 14 in Kassel den Kurs. (Was in der Machbarkeit noch zu klären ist.)